Dr.-Ing. Thomas Schäfer

Beruf: Rentner und Freiberuflich aktiv als Systemberater für Airport IT Systeme

Bleibe immer neugierig und offen. Auch andere Mütter haben hübsche Töchter.

Dr.-Ing. Thomas Schäfer 2024

Was haben Sie studiert und in welchem Jahr haben Sie Ihren Abschluss gemacht?

Elektrotechnik, 1980

Welche Position haben Sie heute inne und welchen Jobtitel tragen Sie dabei?

  • Rentner
  • Freiberuflich aktiv als Systemberater für Airport IT Systeme

Können Sie bitte einen kleinen Einblick in Ihren Berufsalltag geben?

Fachliche Beratung und Unterstützung während der gesamten Prozesskette beginnend mit der Anforderungsanalyse über die Ausschreibung/Angebot, Feinspezifikation/Projektrealisierung/Qualitätssicherung bis zum Rollout. Meine Kunden sind in der Regel die Projektabteilungen namhafter Flughäfen im In- und Ausland.

Welche Stationen oder Berufserfahrungen waren besonders prägend oder wegweisend?

Rückschauend erscheint mein Berufsweg erratisch.

  • 1974: Studium Elektrische Energie- und Hochspannungstechnik an der Universität Stuttgart. Motiviert wurde ich über diverse Ferienjobs bzw. Praktika in Wendlingen, Stuttgart und dem Dampfkraftwerk Marbach bei der damaligen EVS. Weiter durch ein achtwöchigen Industriepraktikum bei der EdF in Paris.
  • 1980: Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Professor Welfonder am Institut für Verfahrenstechnik und Dampfkesselwesen (heute IFK). Promotion zum Dr.-Ing. über Regelung von Energienetzen. Freiberufliche Tätigkeit als Dozent für Unix und C.
  • 1986: Siemens AG, Niederlassung Stuttgart. Projektingenieur für Netzleitstellen der Wasserversorgung. In Folge von verschiedenen firmeninternen Ereignissen bekam meine Abteilung den Auftrag zur Realisierung eines Flughafeninformationssystems für den Flughafen Stuttgart. Ich wurde Teilprojektleiter für das zentrale Leitrechnersystem. Flughäfen und die Flughafen IT bestimmten ab diesem Zeitpunkt meinen Berufsweg. Sie ermöglichten mir Aufenthalte und Begegnungen mit Menschen auf der ganzen Welt.
  • 2018: Mit Erreichen der Altersgrenze zum Ruhestand bat mich ein langjähriger Kunde ihn bei der Ausschreibung für ein Fluginformationssystem zu unterstützen. Hieraus  ergab sich bis heute eine freiberufliche Tätigkeit an weiteren IT Projekten und auch an anderen Flughäfen in Europa.

In welchen Bereichen hat Sie das Studium gut auf den Beruf vorbereitet und wo mussten Sie sich später neue Kenntnisse oder Fähigkeiten aneignen?

Die formale Ausbildung im Ingenieurwesen bildete ein gutes fachliches Fundament. Positiv finde ich die Anforderung an insgesamt 26 Wochen Industriepraktikum. Zwei Monate Praktikum bei der EdF in Frankreich sowie ein Kurs über digitale Methoden elektrischer Energiesysteme in den USA zündeten meine Fremdsprachenfähigkeiten mehr als die ganze Schulzeit. Allerdings waren zu dieser Zeit Auslandsaufenthalte nahezu unbekannt. Ich musste diese Reisen selber organisieren und finanzieren. Interkulturelle Kommunikation und Kooperation halte ich für unverzichtbar.

Was würden Sie Studierenden mitgeben, die sich noch orientieren oder unsicher sind, wohin es beruflich gehen soll?

Am wichtigsten ist es, dass einem die Inhalte des gewählten Studiengangs interessieren und Spaß machen. Dann ergibt sich auch ein Studienerfolg. 
Ich hatte - auf Anraten der Lehrer und Berufsberater - zuerst ein Chemiestudium begonnen. Über die Ferienjobs entdeckte ich erst die interessanten Seiten der elektrischen Energieversorgung. Mit den Grundlagen der Ingenieurwissenschaften, insbesondere der Mathematik und der Physik, fällt es nicht schwer, sich auch in andere Disziplinen zurecht zu finden. Während der Promotion war es die Kraftwerks- und Regelungstechnik. Später war es die IT oder die Luftfahrt.

Drei Schlüsselkompetenzen für Ihren Beruf: Welche Fähigkeiten oder persönlichen Eigenschaften sind aus Ihrer Sicht besonders wichtig?

  • Mathematisches und physikalisches Verständnis
  • Freude am Umgang mit Menschen
  • Fremdsprachen und interkulturelle Kompetenz

Was macht Ihre Arbeit für Sie persönlich erfüllend oder besonders spannend?

Die Anerkennung und die Dankbarkeit meiner Kunden für eine gute Arbeit. Das Feedback meiner Geschäftspartner bedeutete mir immer mehr als alle Ergebnisse aus den Personalgesprächen eines Großunternehmens.

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