Miriam Greis

Beruf: Lead API Consultant, codecentric AG

Die Menschen sind entscheidend! Wer die zukünftigen Kolleginnen und Kollegen nicht mag, wird im Beruf nicht glücklich.

Miriam Greis 2024

Was haben Sie studiert und in welchem Jahr haben Sie Ihren Abschluss gemacht?

Softwaretechnik, 2013

Welche Position haben Sie heute inne und welchen Jobtitel tragen Sie dabei?

Lead API Consultant, codecentric AG

Können Sie bitte einen kleinen Einblick in Ihren Berufsalltag geben?

Als Consultant arbeite ich gut 80% meiner Zeit für eines unserer Kundenprojekte. In meinem aktuellen Projekt enable ich Teams bei einem unserer Kunden zum Thema Application Programming Interfaces (APIs). Das beinhaltet vor allem das Halten von Workshops und die ganz konkrete Unterstützung der Teams beim Design und der Erstellung ihrer APIs. Dabei bringt jedes Team ganz eigene Herausforderungen mit. Zusätzlich arbeite ich an strategischen API-Themen, koordiniere die Kommunikation mit anderen Teams und automatisiere wiederkehrende Aufgaben, die allen Beteiligten die Arbeit erleichtern. In den restlichen knapp 20% meiner Zeit halte ich Konferenzvorträge, gebe Schulungen und kümmere mich um codecentric-interne Themen.

Welche Stationen oder Berufserfahrungen waren besonders prägend oder wegweisend?

Nach dem Studium habe ich in der Mensch-Computer-Interaktion promoviert. Die Promotion hat mir den Einstieg in die Beratung durch die erworbenen Kompetenzen zum Halten von Workshops, Trainings und Konferenzvorträgen deutlich einfacher gemacht.
Danach habe ich als IT Consultant bei der codecentric AG angefangen, zunächst mit dem Schwerpunkt Softwareentwicklung. Durch mein erstes Projekt, bei dem APIs eine große Rolle gespielt haben, bin ich letztendlich zum API Consulting gekommen.

In welchen Bereichen hat Sie das Studium gut auf den Beruf vorbereitet und wo mussten Sie sich später neue Kenntnisse oder Fähigkeiten aneignen?

Durch mein Softwaretechnik Studium habe ich die wichtigsten technischen Grundlagen gelernt, wie z.B. programmieren. Dazu viele grundlegende Fähigkeiten rund um Selbstorganisation und Projektarbeit im Team. Spezifische technische Fähigkeiten, konkrete Frameworks und viele Vorgehensweisen wie DevOps oder Test-driven Development habe ich mir dann erst während des Jobs angeeignet. Auch das Spezialwissen rund um APIs habe ich erst nach dem Studium erworben.

Was würden Sie Studierenden mitgeben, die sich noch orientieren oder unsicher sind, wohin es beruflich gehen soll?

Es ist wichtig herauszufinden was einem wirklich Spaß macht und wo die eigenen Stärken liegen. Dafür eignen sich z.B. das Halten von Tutorien, Praktika oder Werkstudierendenstellen. Diese bereichern später bei einer Bewerbung auch den Lebenslauf. 

Dazu lohnt es sich mit Menschen zu sprechen, die bereits Erfahrung im Beruf gesammelt haben. Beispielsweise veranstalten viele Unternehmen Meetups oder kostenlose Events auf denen es möglich ist mit Menschen ins Gespräch zu kommen und so etwas über den Arbeitsalltag zu erfahren.

Am wichtigsten ist es, sich die zukünftigen Kolleginnen und Kollegen gezielt auszusuchen, damit die tägliche Zusammenarbeit so angenehm wie möglich ist. Die Kolleginnen und Kollegen tragen viel dazu bei ob einem der Beruf Spaß macht oder nicht.

Drei Schlüsselkompetenzen für Ihren Beruf: Welche Fähigkeiten oder persönlichen Eigenschaften sind aus Ihrer Sicht besonders wichtig?

  • Kommunikationsfähigkeit, das beinhaltet z.B. Gespräche mit ganz unterschiedlichen Menschen zu führen und dabei die richtigen Fragen zu stellen
  • Logisches Denken um Probleme schnell zu erkennen, zu zerlegen und technische Lösungen dafür zu entwickeln
  • Lernbereitschaft um auf die schnellen Veränderungen der Technologielandschaft zu reagieren

Was macht Ihre Arbeit für Sie persönlich erfüllend oder besonders spannend?

In der Beratung wird es durch unterschiedliche Kunden und Projekte niemals langweilig. Am API Consulting schätze ich besonders, dass ich Teams neues Wissen vermitteln kann und ihnen somit helfe ihre Arbeit besser und schneller zu erledigen. Durch die Unterstützung der Teams entstehen qualitativ hochwertigere APIs, die auch für die Benutzerinnen und Benutzer verständlich und intuitiv sind.

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